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1996

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Regie:
Reiner Sparschuh |

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Eduard
Hochstaedter
Amalie
Lilla
Arabella
Max
Wilhelm Hochstaedter
Jenny
Tante Adelheid
Edgar, Arzt
Arthur Ewald, Kapellmeister
Robert Angerer, Literat
Neugebauer, Direktor
Franzi
Stubenmädchen |
Ferdinand
Rotter
Monika Hinkel
Brigitte Kühn
Barbara Sparschuh
Andreas Kühn
Volker Barlen
Yvonne Kurtzke
Rita Milinkowitsch
Andreas Hinkel
Erwin Dänecke
Karl Hutmacher
Reiner Sparschuh
Anni Steinbach
Ilona Schmidt |
| Das
Stück |
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Ort
der Handlung: Wien um die Jahrhundertwende
Eine Komödie in drei Akten:
1.
Akt
Mama Amalie möchte nun endlich ihre Tochter an den Mann
bringen: "Heirate, mein Kind, heirate!"
Es ist ja auch schon jemand gefunden, oder etwa nicht?
Sicher, aber nicht der, von dem man erwarten dürfte,
derjenige zu sein, ...???!!!
Komplikationen treten auf, man findet aber eine Lösung?!
2. Akt
Die Kinder geben sich der Kunst hin. Alles ist eitel
Sonnenschein, oder?
Wie schnell man doch in Verruf kommen kann! Und jeder hat´s
gewußt. Nur die Tante Adelheid schießt mal wieder quer.
3. Akt
Das Verhängnis nimmt seinen Lauf. Aber am Ende bekommt
doch jeder, was ihm zusteht. Tante
Adelheid schießt, wie immer, quer! Und Mama Amalie ist glücklich! |
| Der
Autor |
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Raoul Auernheimer
Raoul
Auernheimer wurde am 15. April 1876 in Wien geboren. Sein
Vater stammte aus der Gegend Nürnbergs und war Kaufmann.
Seine Mutter war eine gebürtige Ungarin. Raoul Cousin war
Theodor Herzl, einer der Gründungsväter des modernen
Israel.
In Wien besuchte Raoul das humanistische Gymnasium. Er
promovierte als Jurist und arbeitete als anerkannter
Mitarbeiter der "Neuen freien Presse" und der
"Basler Zeitung".
Im Jahre 1938 wurde Auernheimer in das Konzentrationslager
Dachau deportiert und 1939 auf Intervention des Schweizer
Schriftstellers Emil Ludwig freigelassen. Es gelang ihm die
Flucht nach New York.
Auernheimer starb am 7. Januar 1948 in Oakland, Kalifornien.
Seine Laufbahn als Bühnenschriftsteller begann er Anfang
dieses Jahrhunderts mit liebenswürdigen Gesellschaftskomödien
und Szenen aus dem Wiener Bürgertum. Er wurde von Arthur
Schnitzler und Guy de Mauspassant beeinflußt. In
pointierten Dialogen um Liebe und Intrigen porträtiert er
typische Figuren der mondänen Wiener Gesellschaft.
Sein besonderes, liebevolles Augenmerk galt der Wienerin im
Spiegel der Jahrhunderte.
Seine Stücke sind unter anderen:
Die glücklichste Zeit (1909)
Laurenz Hallers Praterfahrt (1913)
Gesellschaft, mondäne Silhouetten (1910)
Das Kapital (1923)
Casanova in Wien (1924)
Die linke und die rechte Hand (1927)
Metternich, Staatsmann und Kavalier (1947)
Das Wirtshaus zur verlorenen Zeit (????)
Erlebnisse und Bekenntnisse (1948)
Franz Grillparzer, der Dichter Österreichs (1948)
Die große Leidenschaft (1904)
Der gute König (????)
Renée, sieben Kapitel eines Frauenlebens (????) |
| Aus
dem Nähkästchen |
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Wie,
Sie kennen Herrn Auernheimer nicht? Das darf doch nicht wahr
sein!? Doch, es darf; denn keiner von uns kannte diesen
Autor.
Nachdem wir uns für dieses Stück aus dem Wahner
Theatermuseum entschieden hatten, ging das Suchen los. Wir
wollten Sie ja, wie in den letzten Jahren, mit Informationen
versorgen.
Woher sollten wir die aber bekommen?
Es fing damit an, dass vom Stück drei Seiten fehlten.
Leider konnten wir diese nicht einfach im Theatermuseum
holen. Nein, dort wurde umgebaut. Also, wo dann? Ins
Schauspielhaus! Fehlanzeige, das Stück war zwar bekannt,
aber bitte, den Text bekommt man nur im Theatermuseum.
Leider aber nicht, das wussten wir ja schon!
Im Text stand aber auch etwas von einem Verlagshaus in
Berlin. Also wurde dort angerufen. Fehlanzeige, zweiter
Teil.
Naj, etwas Gutes hatte diese Fehlanzeige schon: Scheinbar
besitzt niemand die Rechte daran. Das hat Vorteile !!!
Und noch etwas Gutes kam heraus: Die fehlenden Seiten könnte
man in der Zentralbibliothek in Leipzig bekommen...
...das erste Fax ging auf die Reise. - Oh nein, in der
Antwort wurden wir an das Wahner Theatermuseum verwiesen.
Soso, also wieder von vorn? NEIN!!! Sie können die Seiten
aber auch in der Österreichischen Nationalbibliothek in
Wien bekommen. Ab mit dem zweiten Fax: ... also wissen Sie,
normalerweise bekommen Sie die Seiten...
Na Sie wissen schon: In WAHN. Welch ein WAHNsinn. Aber wir
sind nett zu Ihnen, ja, wir freuen uns sogar, dass Sie
Auernheimer wieder spielen wollen. Und tatsächlich, wir
bekamen die fehlenden Seiten zugefaxt.
Jetzt blieb nur noch die Frage, woher erhalten wir noch
weitere Informationen über den Autor? Auf unseren Brief an
die bertelsmann-Lexikothek erhielten wir als Antwort den
Rat, uns an Professor D. Daviau an der University of
California in Riverside, Kalifornien zu wenden. Na denn, ab
mit dem Brief an den Herrn Professor und überraschend
schnell erhielten wir Antwort. Auch er freue sich, dass wir
Auernheimer nach langer, langer Zeit wieder auf die Bühne
bringen...
Weitere Erkenntnisse brachte ein Besuch in der Universitätsbibliothek. |
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