1994 Regie: Volker Barlen

Champbourcy
Léonida
Blanche
Colladan
Cordenbois
Félix
Baucantin
Madame Cocarel
Béchut
Sylvain
Jeanette
Josephine
Gendarm
Tricoche
Chalamel
Volker Barlen
Brunhilde Wicke
Brigitte Kühn
Bernhard Wicke
Andreas Kühn
Reiner Sparschuh
Andreas Hinkel
Barbara Sparschuh
Karl Hutmacher
Erwin Dänecke
Monika Hinkel
Elke Sudmeyer
Ferdinand Rotter
Rita Milinkowitsch
Anni Steinbach
Das Stück

Die Uraufführung war am 22. Februar 1864 im Théatre du Palais Royal in Paris.
 

Die Handlung

1.Akt
Eine Kartenspielerrunde sitzt zusammen und spielt das Kartenspiel "La Bouillotte". Schließlich wird das Spielkassenkapital ermittelt und ein Beschluss über seine Verwendung herbeigeführt. Monsieur Champbourcy schwingt große Reden.

2. Akt
Das Verhängnis nimmt seinen Lauf in einem guten Pariser Restaurant. Man bestellt ein aufwendiges Essen, ohne die in Paris üblichen Preise einzukalkulieren. Ja, die Gruppe fällt sogar auf einen immer noch geläufigen Trick herein, wie man Iburisten ausnehmen kann...

3. Akt
Warum kann die Polizei nicht verstehen, in welchen Nöten sich die Gruppe, jeder auf seine Weise, befindet? Champbourcy ergibt sich in sein Schicksal. Das schlaue Bäuerlein Colladan aber hat eine gute Idee....

4.Akt
Nach der Flucht sind sie doch bei der Heiratsvermittlerin angekommen. Aber hier treffen sie den verlorenen Cordenbois wieder, der die Situation nun überhaupt nicht versteht. Als der Polizist dann auch noch auftaucht, ist es um die Fassung und das gute Benehmen der Gruppe restlos geschehen......

5. Akt
Nach einer Nacht auf einer Baustelle geht das Unheil noch weiter. Eine Fensterscheibe und ein Korb von "frischen Eiern", immerhin zwei Wochen alt, gehen zu Bruch und sollen bezahlt werden. Aber wovon? Und schon scheint Rettung in Gestalt des betrunkenen Sylvain zu kommen, der sich aber als finanzielle Niete entpuppt. Der langweilige Notar schließlich rettet die Gruppe. Aber wer bekommt nun wen?

Der Autor


Eugène Labiche

Am 6. Mai 1815 wird Eugène Labiche in Paris geboren. Nach dem Abitur und einer Italienreise beginnt er, sich für das Theater zu interessieren. Zunächst hat er jedoch keinen nennenswerten Erfolg. Da er durch seinen Vater, einen Fabrikanten, aber an unternehmerisches Denken gewöhnt war, beginnt er, seine Karriere als Dramaturg planmäßig aufzubauen. Dieses wird ihm später den Vorwurf einbringen, eine "Schreibfirma" zu sein.
Erste Erfolge hat Labiche nach seiner Heirat ab dem Jahr 1844. Von diesem Jahr an bis 1850 schreibt er 24 Stücke, die ohne Ausnahme in Paris aufgeführt wurden.
Nach weiteren Erfolgen schreibt er Anfang 1864 "La cagnotte" (Das Sparschwein). 1878 veröffentlicht er auf Drängen eines Freundes im Verlag Calmann-Lévy sein 10-bändiges "Théatre complet". Obwohl der Titel Vollständigkeit signalisiert, enthält das Werk "nur" 118 seiner 175(!!!) Stücke.
1880 wird er Mitglied der ACADEMIE FRANCAISE.
Am 22. Januar 1888 stirbt Eugène Labiche in Paris.

Die Vaudeville-Komödie

Ursprünglich war Vaudeville ein Spottlied in der Normandie. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich daraus ein heiteres Bühnenstück. Eingebettet in das Stück waren karikierende Gesangseinlagen.
Zunächst beschränkte sich das Vaudeville-Theater ausschließlich auf Frankreich. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts aber breitete sich diese Form der Komödie über ganz Europa aus.
Aus den Vaudevillestücken entwickelten sich die heutigen Boulevardkomödien.
Im Unterschied zu der heutigen Boulevardkomödie war die Vaudevillekomödie sehr "personalintensiv". Gleichzeitig waren die Gags nicht so leicht vorhersehbar.
Kennzeichen der Vaudevillekomödie an sich blieb aber der Gesang, der eingestreut auftauchte. In dem Stück "DAS SPARSCHWEIN" wurde das Publikum aber nicht übermäßig strapaziert.

© 2006 by R, Leuffen

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