2005

Regie: Manfred Mühlenbein

Karl Brammer
Mary Brammer
Friedrich Brammer
Augusta Viktoria
Amandus Sötje
Malvine Sötje, geb. Brammer
Adrian Pott
Ulli Stichling
Johannes Menk
Justus Aldag
Andreas Kühn
Annegret Hutmacher
Karl Hutmacher
Anni Steinbach
Erwin Dänecke
Monika Hinkel
Marcel Rombach
Silke Müller-Scherhag
Michael Effing
Manfred Mühlenbein
Das Stück
Schwank in drei Akten
Die Handlung

Die gemütliche Hafenkneipe "Blauer Peter" wird von Schiffskoch Karl Brammer gemeinsam mit seiner Frau Mary geführt. Eines Tages wird Karl bei einer kleinen Schmuggelei erwischt und muss für drei Monate ins Gefängnis. Mary verschweigt lieber die Wahrheit und erzählt, dass ihr Mann wieder zur See fährt. Doch dann schlägt das Schicksal zu: Das vermeintliche Schiff geht mit Mann und Maus unter und alle, die glauben, etwas von Karl erben zu können, stürmen Marys Haus. Bei soviel "Mitgefühl" der trauernden Verwandtschaft muss der Totgelaubte selbst für Ordnung sorgen.

Der Autor


Wroost, Wilfried

*13.09.1889  +14.08.1959 Hamburg

Warum ich >> Mien Mann, de fohrt to See << schrieb.

Geiz, Mißgunst, Habsucht und Raffgier sind immer dankbare Themen für einen Bühnenautor. Diese menschlichen Fehler und Schwächen eignen sich am besten für das heitere Spiel. Denn es soll zugleich ein Spiegel sein, den hin und wieder sich selber vorzuhalten, gar manchem unserer lieben Zeitgenossen dringend zu empfehlen ist. 

Wie schön, wenn Menschen, ausgestattet mit obigen Eigenschaften, ob ihres Tuns einmal bei passender Gelegenheit gehörig eins ausgewischt kriegen; wenn sie die Blamage einstecken müssen, und wenn das Publikum gerecht denkend, wie es nun einmal ist sich aus vollem Herzen darüber freut und sagt: „Seht ihr, das kommt davon!“ Dann hat der Autor seinen Zweck erreicht.

Doch nicht nur deswegen ist mein Stück geschrieben. Es gibt nämlich im Bürgerlichen Gesetzbuch betr. Erbrecht einen sonderbaren Paragraphen, der besagt, daß, wenn der Mann eines kinderlosen Ehepaares gestorben und kein Testament vorhanden, die Ehefrau sich den Nachlaß mit seinen Verwandten zu teilen hat. Selbst dann, wenn sie nachweislich alles, was vorhanden, aus eigener Kraft mühselig erworben und aufgebaut hat, wonach dann die anderen aus Habsucht und Raffgier langen. Ist das gerecht?

Darum Ihr Lieben, so Ihr noch nicht ans Sterben gedacht habt und auch nicht an ein Testament, denkt an die lieben Verwandten! Verwandte sind zwar auch Menschen, aber ...

© 2006 by R, Leuffen

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