2002
Regie: 
Conny Dänecke
und Monika Hinkel

Friedrich Breitenbach
Adelheid
Fritz
Lotte
Hugo Hecht
Tobias Wipperling
Amalie
Coletta Corlani
Breitenbach, Boxer
Rosa
Erwin Dänecke
Brigitte Kühn
Andreas Kühn
Svenja Hinkel
Ferdinand Rotter
Manfred Mühlenbein
Anni Steinbach
Gaby Leuffen
Karl Hutmacher
Annegret Hutmacher
Das Stück
Schwank in drei Akten von Otto Schwartz und Carl Mathern.
Verfilmt 1934.
Die Handlung

Im Mittelpunkt stehen drei Herren, allen voran der Marmeladenfabrikant Friedrich Breitenbach. Er, sein Kompagnon Hugo Hecht und der befreundete Kanzleirat Tobias Wipperling haben ein Problem: Ihre besseren Hälften wollen aus ihnen mit Grünkernkoteletts, Kohlrabifrikadellen und Rübenpudding gesunde Männer machen.

Die Lebenslust bleibt dabei auf der Strecke. Dem Dilemma folgen Taten. Zu einer gesunden Lebensweise gehört auch Sport! Also haben die Frauen nichts dagegen, dass Friedrich Breitenbach in den Boxclub, und Hugo Hecht in den Fechtclub geht. Für diese Art von Sport muss natürlich "hart trainiert" werden.

Dies geschieht zusammen mit anderen Kegelbrüdern im Gasthaus "Goldener Engel". Während die Ehefrauen ihre Männer im Clubstudio beim Krafttraining wähnen, begießen diese ihre Freiheit bei reichlich Bier. Zu diesen Treffen gehen Friedrich Breitenbach und Hugo Hecht regelmäßig.

Friedrich Breitenbach kommt zugute, dass es einen Boxer gleichen Namens gibt. Seine Frau Adelheid glaubt nun, dieser sehr erfolgreiche Boxer sei ihr Mann. Diesen Umstand nutzt Friedrich für kleine Reisen aus: Hat der wahre Boxer Breitenbach einen Kampf in einer Stadt, macht auch Marmeladenfabrikant Breitenbach eine Stippvisite.

Jetzt gilt es Kanzleirat Wipperling im Schwimmclub anzumelden, damit auch dieser im "Goldenen Engel" trainieren kann.

Man ahnt schon, dass die Ehefrauen hinter das Geheimnis ihrer Männer kommen. Bis dahin müssen einige Verwechslungen aufgeklärt werden, die beim Auftritt des echten Meisterboxers im Hause Breitenbach entstehen.

Die Autoren


Otto Schwartz

wurde 1872 in Frankfurt am Main als Sohn einer alteingesessenen Frankfurter Familie geboren. Der Tradition folgend, seit Urgroßvaters Zeiten, sollte er Hutfabrikant werden. Als Schüler schon hatte er eine Vorliebe für das Theater, konnte sich aber zunächst seine Wünsche nicht erfüllen. Er studierte an den Universitäten Bern, Tübingen und Berlin Nationalökonomie, Geschichte und Kunstgeschichte. Er promovierte zum Doktor der Philosophie. Aber schon während seines Studiums schrieb Otto Schwartz Lustspiele und Schwänke, die so erfolgreich waren, das er sich bald ganz der Schriftstellerei widmen konnte. Er schrieb Possen mit Gesang und komponierte die Operette Prima-Ballerina.
Sein Anliegen aber waren die Schwänke, die er mit seinen Freunden Max Reinhardt, Toni Impekoven und Carl Mathern schrieb.
Zusammen mit Georg Lengbach entstand Der blaue Heinrich und Der Bräutigam meiner Frau.
Nach der Einflussnahme durch den Nationalsozialismus auf das Theater und die Kultur zog sich die Familie nach Wiesbaden zurück, wo Otto Schwartz am 10. Mai 1940 im Alter von 68 Jahren starb.

Carl Mathern

(1887-1969) war Lokalreporter, ehe er als Schwankautor debütierte. Einen großen Teil seiner Bühnenstücke schrieb er gemeinsam mit Toni Impekoven, unter den bekanntesten Der doppelte Moritz von 1926.

Obwohl er es gemeinsam mit Impekoven auf zwanzig höchst erfolgreiche Schwänke brachte, suchte sich Mathern in den zwanziger Jahren einen zweiten Partner und fand ihn in dem Doktor der Philosophie und Dramaturgen Otto Schwartz, der am Residenztheater in Kassel arbeitete. Der Meisterboxer ist eines der Ergebnisse dieser langjährigen Zusammenarbeit.

© 2006 by R, Leuffen

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