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Drei
Stunden Vergnügen
Ein
Klassiker, aufgebürstet von den Eiler „Kirchenbesen“
Zum zehnjährigen Bestehen legten sich die „Eiler
Kirchenbesen“ mit dem „Meisterboxer“ ins Zeug.
von Simone Döpper
Eil
- Was sich im Pfarrsaal abspielte, war ganz nach dem
Geschmack der Gäste: Ein Lustspiel mit flotten Dialogen und
Pointen einer quitschfidelen Laienschauspieltruppe. Bereits
die originelle Einstimmung - dem Publikum wurden Biokost in
Form von Grünkernfrikadellen und Bitterwasser gereicht -
sowie das Bühnenbild überzeugten die Besucher. Die
ideenreiche Inszenierung stammt von Monika Hinkel und Conny
Dänecke.
Der
Marmeladenfabrikant Friedrich Breitenbach (Erwin Dänecke)
hat eine „Grünfutter-Fanatikerin“ zur Ehefrau (Brigitte
Kühn). Um neben Rübenpudding auch mal ein Stück Fleisch
zwischen die Zähne zu kriegen, brennt er ein Feuerwerk an Lügen
und Ausreden ab. So gibt er sich seiner Familie gegenüber
als den hart trainierenden Meisterboxer gleichen Namens aus,
um gemeinsam mit seinem Kompagnon Hecht (Ferdinand Rotter)
seinen Genüssen ungehindert nachzugehen.
Der
Meisterboxer kommt
Auch
sein Freund Tobias Wipperling (Manfred Mühlenbeim), der
auch unter dem Gesundheitstick seiner Frau Amalie (Anni
Steinbach) leidet, ist gestraft, denn diese meldet ihn im örtlichen
Schwimmclub an, was zwangsläufig zu Komplikationen führt.
Als dann der richtige Meisterboxer (Karl Hutmacher) zu einem
Boxkampf im Ort auftaucht, fliegt der Schwindel auf. Zumal
er auch noch um die Hand der minderjährigen
Fabrikantentochter Lotte (Svenja Hinkel) anhält.
Für
Aufregung sorgt dazu auch die Liaison des Breitenbach-Sohnes
Fritz (Andreas Kühn) mit der heißblütigen italienischen Tänzerin
Coletta Corolani (Gaby Leuffen). Allen voran das
Protagonisten-Duo Friedrich Breitenbach und Hugo Hecht,
dessen Nebenrolle immer dann zur Hauptrolle wurde, wenn er
den Retter in der Not mimte. Mit ihren Temperamentsausbrüchen
verlieh Gaby Leuffen als Tänzerin Coletta Corolani dem
Chaos im Hause die Würze und auch Anni Steinbach alias
Amalie Wipperling spielte als unerbitterliche Hausherrin mit
einer exquisiten Vorstellung zuweilen die Hauptdarsteller fröhlich
an die Wand. |