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Theaterneuling
Eigentlich
bin ich ja schon seit Jahren ein halbes Mitglied der Eiler
Kirchenbesen: bei den Aufführungen hinter der Theke, bei Ausflügen
und Festivitäten, nur auf die Bühne wollte ich nicht.
Angefangen hatte es damit, dass mein damaliger Freund und jetziger
Mann das Theaterstück "Katharina Knie" besuchte. Das war
im Jahr 1998. Im nächsten bekamen wir beiden zum Geburtstag
Eintrittskarten für "Arsen und Spitzenhäub- chen"
geschenkt. Dort lernte auch ich dann die Eiler Kirchenbesen kennen.
Marcel sagte mir an dem Abend schon, er würde ja total gerne auch
mal mitspielen. Bis er dieses Vorhaben allerdings in die Tat
umsetzte, dauerte es vier weitere Jahre. 2003 stand er auf der
Bühne und ich half hinter der Bühne. 2008 habe ich mir einen Ruck
gegeben und bin unter großem hallo als aktives Mitglied in die
Theatergruppe aufgenommen worden. Meine erste Rolle die Margot
Krause in dem Stück "Der doppelte Moritz".Seit Jahren
spiele ich in verschiedenen Orchestern Oboe, daher bin ich nicht
gerade bühnenscheu, aber habe dennoch viel Respekt vor dem Theater-
spielen. Langsam merke ich, dass Theaterspielen viel mehr ist, als
Text auswendig zu lernen und dann auf der Bühne möglichst
fehlerfrei wiederzugeben. Besonders, dass die Theatergruppe früh im
Jahr mit den Proben beginnt, hilft, in die Rolle langsam
reinzuwachsen. Ich habe mich anfangs auch deswegen geweigert,
Theater zu spielen, weil ich mich auf der Bühne bei
Theateraufführungen in der Schule, die eine Vorbereitungszeit von
wenigen Wochen hatten, wahnsinnig unwohl gefühlt habe. Jetzt macht
das Agieren auf der Bühne richtig Spaß.
Und auch wenn ich merke, dass dieses zusätzliche Hobby anstrengend
ist, besonders je näher es auf die Aufführungen zugeht, macht es
doch soviel Spaß, dass ich den Stress vergesse.
Danke nochmal an alle, die mich jahrelang überredet (überzeugt)
haben.
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