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Noch
ein Neuer
Die
Geschichte, wie ich zu den Eiler Kirchenbesen kam ist eine etwas längere;
zumindest was die zeitliche Entwicklung angeht. Von einer geschickt
geplanten „Überrumpelungsaktion" wie bei unserem Gonzo
konnte also keine Rede sein.
Angefangen hat alles damit, dass mich Bianca, der älteste Spross
von Andy und Brigitte im Jahre 1998 mit zur Aufführung der
Katharina Knie genommen hat. Bibi und ich kannten uns damals vom
Gymnasium und sie erzählte irgendwann mal, dass ihre Eltern Theater
spielen würden.
Ich ging also mit hin, im übrigen das einzige Mal an dem ich mir
meine Karte selber gekauft hatte, und war hellauf begeistert. Da ich
fortan zu jedem Stück in regelmäßigen jährlichen Abschnitten
hingegangen bin, bürgerte sich bald sie Tradition ein, dass Bibi
mir jedesmal die Eintrittskarte zum Geburtstag schenkte.
Auch ungefähr seit diesem ersten Besuch hatte ich auch schon Lust,
einfach mal mitzuspielen. Erst mangelte es jedoch am fahrbaren
Untersatz, um mich an jedem Proben-Mittwoch auf den Weg rüber zur
Schäl Sick zu machen. Dann kamen Abi-Prüfungen und Nach- und Spätschichte
im Zivildienst in die Quere und so zog sich der entscheidende Anruf:
„Ich will bei euch mitmachen, wann soll ich wo erscheinen?"
noch bis zum Januar dieses Jahres hin.
Der „Meisterboxer" war gerade erfolgreich ins k.o. geschickt
worden und so kam ich in die Zeit, in der ein neues Stück ausgewählt
wird. Ich wurde von Anfang an voll in die Planungen mit einbezogen
und es existierten keine „Berührungsängste". Von nun an
ging ich also jeden Mittwoch fleißig zur Theatergruppe. Es machte
an jedem Abend Spaß, die Gruppe ist super und ich bereue keinen
einzigen Abend.
Obwohl ich bereits einige Erfahrungen in Schultheater-Aufführungen
sammeln konnte, bin ich trotzdem aufgeregt, das erste Mal mit den
Kirchenbesen auf den Brettern, die die Welt bedeuten, zu stehen. Ich
habe die wichtige Rolle des Kellners Trappola übernommen;
irgendjemand muss ja dafür sorgen, dass die
„Gemeindetrommel" stets mit Rosoglio versorgt wird.
Auch wenn Bibi sich schon beschwert hat, dass sie sich ein neues
Geburtstagsgeschenk überlegen muss und ich während der Aufführung
nicht mehr neben ihr sitzen kann, wird dies wohl nicht mein letzter
Auftritt mit den Eiler Kirchenbesen gewesen sein.
Also bis dann und noch ein Rat vom stets fleißigen Kellner: Nie zu
viel Arbeit machen!
Herzlichst
Euer
Marcel "Trappola"
Rombach |