2003 Trappola "Das Kaffeehaus"
2004 Toby "Der Bräutigam meiner Frau"
2005 Adrian Pott "Mein Mann der fährt zur See"
2006 Horst Horsten "Der Meisterlügner"
2007 Alfred "Pension Schöller"
2008 Dr. Hans Hellwig "Der doppelte Moritz"
2009 Heinrich "Die spanische Fliege"
2009 Regie

Noch ein Neuer

Die Geschichte, wie ich zu den Eiler Kirchenbesen kam ist eine etwas längere; zumindest was die zeitliche Entwicklung angeht. Von einer geschickt geplanten „Überrumpelungsaktion" wie bei unserem Gonzo konnte also keine Rede sein.
Angefangen hat alles damit, dass mich Bianca, der älteste Spross von Andy und Brigitte im Jahre 1998 mit zur Aufführung der Katharina Knie genommen hat. Bibi und ich kannten uns damals vom Gymnasium und sie erzählte irgendwann mal, dass ihre Eltern Theater spielen würden.
Ich ging also mit hin, im übrigen das einzige Mal an dem ich mir meine Karte selber gekauft hatte, und war hellauf begeistert. Da ich fortan zu jedem Stück in regelmäßigen jährlichen Abschnitten hingegangen bin, bürgerte sich bald sie Tradition ein, dass Bibi mir jedesmal die Eintrittskarte zum Geburtstag schenkte.
Auch ungefähr seit diesem ersten Besuch hatte ich auch schon Lust, einfach mal mitzuspielen. Erst mangelte es jedoch am fahrbaren Untersatz, um mich an jedem Proben-Mittwoch auf den Weg rüber zur Schäl Sick zu machen. Dann kamen Abi-Prüfungen und Nach- und Spätschichte im Zivildienst in die Quere und so zog sich der entscheidende Anruf: „Ich will bei euch mitmachen, wann soll ich wo erscheinen?" noch bis zum Januar dieses Jahres hin.
Der „Meisterboxer" war gerade erfolgreich ins k.o. geschickt worden und so kam ich in die Zeit, in der ein neues Stück ausgewählt wird. Ich wurde von Anfang an voll in die Planungen mit einbezogen und es existierten keine „Berührungsängste". Von nun an ging ich also jeden Mittwoch fleißig zur Theatergruppe. Es machte an jedem Abend Spaß, die Gruppe ist super und ich bereue keinen einzigen Abend.
Obwohl ich bereits einige Erfahrungen in Schultheater-Aufführungen sammeln konnte, bin ich trotzdem aufgeregt, das erste Mal mit den Kirchenbesen auf den Brettern, die die Welt bedeuten, zu stehen. Ich habe die wichtige Rolle des Kellners Trappola übernommen; irgendjemand muss ja dafür sorgen, dass die „Gemeindetrommel" stets mit Rosoglio versorgt wird.
Auch wenn Bibi sich schon beschwert hat, dass sie sich ein neues Geburtstagsgeschenk überlegen muss und ich während der Aufführung nicht mehr neben ihr sitzen kann, wird dies wohl nicht mein letzter Auftritt mit den Eiler Kirchenbesen gewesen sein.
Also bis dann und noch ein Rat vom stets fleißigen Kellner: Nie zu viel Arbeit machen!

Herzlichst Euer
 Marcel "Trappola" Rombach

© 2006 by R, Leuffen

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